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Vortrag
Sport. Prestige. Profit.

Referent/in: Maximilian Kreter
19.05.2021 - 15:45 Uhr
Karl-Franzens-Universität Graz, digital

Beschreibung der Veranstaltung

Maximilian Kreter hält am 19. Main 2021 im Rahmen der Tagugng "Sport. Prestige. Profit." an der Karl-Franzens-Universität Graz den Vortrag "Wirtschaftlicher Pragmatismus, soziales Prestige oder identitätspolitischer Opportunismus? Die Gelsenkirchener Fußballmigranten Fritz Sczepan und Mesut Özil", der Teil des Panels "Wer profitiert von wem? Sport, Sportler und politische Machthaber" ist.

Kurzzusammenfassung:

„Die Szymaniaks, Tilkowskis, Szepans und Burdenskis wurden nicht gefragt, wo sie herkommen, sie mussten gut kicken können“ (Peer Steinbrück 2004)

„Wenn wir gewinnen, bin ich Deutscher – wenn wir verlieren, bin ich Immigrant“ (Özil 2018)


Als exponierte Vertreter ihres Sports standen und stehen Fußballer im Fokus der Öffentlichkeit. Durch ihre Prominenz und ihren (medialen) Einfluss sind sie auch für Akteure außerhalb der Sportwelt, insbesondere aber für die Wirtschaft und die Politik interessant. Dieses Paper widmet sich dem Vergleich der Lebens(ver)läufe und (Handlungs-)Motive von Gelsenkirchener Fußballern mit Migrationshintergrund. Als Fallbeispiele wurden einerseits Friedrich Hermann „Fritz“ Sczepan, einer der erfolgreichsten Fußballer im Deutschland der 1930er und 1940er Jahre, auf Vereinsebene ausschließlich für den FC Schalke 04 und andererseits um Mesut Özil, einen aktuellen Weltstar u.a. mit Stationen ebenfalls beim FC Schalke 04, Real Madrid CF und Arsenal FC ausgewählt. Beide waren auch in der deutschen Nationalmannschaft Leistungsträger. Darüber hinaus ist ihnen biographisch gemein, dass sie als Kinder von (polnischen beziehungsweise türkischen) Migranten, der zu ihrer jeweiligen Zeit dominanten Einwanderergruppe in Gelsenkirchen, geboren und aufgewachsen sind. Beide blieben ihren migrantischen Communities beziehungsweise Herkunftsgesellschaften auf verschiedene Weise, u.a. durch die Wahl ihrer Ehepartner, eng verbunden, fanden aber auch ihren Platz in der deutschen, also ihrer gemeinsamen Einwanderungsgesellschaft.

Universität Graz