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Vortrag
Tagung der Matthias-Kramer-Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte des Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit

Referent: Maximilian Kreter
28.09.2024 - 12:30 Uhr
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bonn

Beschreibung der Veranstaltung

Die Tagung der Matthias-Kramer-Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte des Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit findet vom 26. bis 28. September 2024 an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn statt.

„Wissenschaftssprache ist nicht nur eine Begleiterscheinung der Wissenschaft, sondern sie ist konstitutives Merkmal der Wissenschaft: keine Wissenschaft ohne Sprache.“ Die Tagung zielt darauf ab, die Entwicklung und Veränderung nicht nur sogenannter Fachsprachen, sondern überhaupt von Kommunikation innerhalb bestimmter Fächer, aber auch von Kommunikation nach außen im Lauf der Geschichte aus einer interdisziplinären Perspektive zu untersuchen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf mehrsprachigen Fachtexten liegen, die nicht nur die Vielfalt der wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch die kulturelle und sprachliche Vielfalt der beteiligten Forscher widerspiegeln.

In seinem Vortrag "Deutsch als Wissenschaftssprache in der Rechtsextremismusforschung: Publish in English, perdu en Français, auf Deutsch zugrunde gehen?" widmet sich Maximilian Kreter der Rolle der Sprachen in den fächerübergreifenden Wissenschafts- und Publikationskulturen sowie ihrem jeweiligen Sprachgebrauch. Im Anschluss an die Arbeiten von Klaus von Beyme, Hannah Arendt und Peter Graf von Kielmansegg zum Einfluss von Muttersprache und der Beherrschung von Fremdsprachen auf Wissenschaftskulturen und Fachtraditionen soll exemplarisch anhand von zwei Bibliographien bzw. Forschungsüberblicken (Arzheimer 2023; Rigoll/Haßler 2021, 2023) gezeigt werden, welche Rolle Deutsch (noch) als Wissenschaftssprache in der Rechtsextremismusforschung heute spielt – und welche Ursachen dies haben könnte.

Der Sprachmeister

Johann Trautner o. J. Fragment BCN, Stadtbibliothek Nürnberg, Signatur Nor. K. 523a