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Buchvorstellung & Podiumsdiskussion
"In unsere Mitte genommen. Adoption im 20. Jahrhundert"

Referent:innen: Bettina Hitzer, Benedikt Stuchtey
02.02.2023 - 19:30 Uhr
Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden
Kooperationsveranstalter: Städtische Bibliotheken Dresden, Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Beschreibung der Veranstaltung

Mehrere hunderttausend Adoptierte leben in Deutschland. Hinter dieser Zahl verbergen sich sehr unterschiedliche Schicksale. Über einzelne Lebensgeschichten gibt es Autobiographien, Radio- und Fernsehdokumentationen oder Filme. Obwohl die Adoptionszahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, fasziniert das Thema weiterhin – über die Kreise der unmittelbar Betroffenen hinaus. Denn hier stehen existenzielle Fragen nach Kindeswohl, Fürsorge, Familienbindung, Herkunft, Identität, Biologie und Sozialstaatlichkeit zur Debatte. Dennoch ist die Geschichte der Kindesadoptionen im 20. Jahrhundert bisher unzureichend erforscht.

Das Buch In unsere Mitte genommen bietet zahlreiche neue Einblicke in diese Geschichte und versammelt dafür Stimmen aus den Geschichts- und Kulturwissenschaften, der Ethnologie und der Ethik. Es ist transnational angelegt und adressiert neben der west- und ost-deutschen Geschichte exemplarisch Fälle aus den USA, Benin, Südkorea und der Schweiz.

Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren die beiden Herausgeber, Bettina Hitzer (Magdeburg) und Benedikt Stuchtey (Marburg), mit Prof. Dr. Thomas Lindenberger und PD Dr. habil. Friederike Kind-Kovács (beide Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden).

PD Dr. Bettina Hitzer ist Historikerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Kindheit, der Migration, der Medizin und angrenzender Wissenschaften sowie die Emotionsgeschichte. Von 2014-2020 leitete sie eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Berlin) und trat 2021 eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Heisenberg-Stelle an, zunächst am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. (Dresden) und seit Oktober 2022 im Bereich "Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin" an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.  

Prof. Dr. Benedikt Stuchtey ist seit 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. Von 2015 bis 2018 war er Dekan des Fachbereichs Geschichte und Kulturwissenschaften und bekleidete ebenfalls Gastprofessuren an den Universitäten Basel, Cambridge, München und New Delhi. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Geschichte des Kolonialismus/Imperialismus und der Geschichte der Kindheit/Familie.

Die Veranstaltung findet in der Zentralbibliothek im Kulturpalast statt. Bitte melden Sie sich mit vollständigem Namen bis zum 29.01.2023 unter folgender Adresse an: hait@msx.tu-dresden.de

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt.

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