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Vortrag entfällt
Unter ostdeutschen Dächern. Eine lange Eigentumsgeschichte von 1989

Referent/in: PD. Dr. Kerstin Brückweh
23.05.2019 - 15:00 Uhr
Besprechungsraum 110

Beschreibung der Veranstaltung

Moderation: Prof. Dr. Thomas Lindenberger

1989 wird häufig als eine der zentralen Zäsuren des 20. Jahrhunderts angesehen. Um den gesellschaftlichen Wandel zu rekonstruieren, der die friedliche Revolution und die Transformation ermöglicht und geprägt hat, betrachten wir im Rahmen der Potsdamer Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘“ diese Zäsur in einer langen Perspektive über den Epochenbruch hinaus. Konkret werden in diesem Vortrag die Spannungen und Dynamiken ostdeutscher Lebenswelten im Systemwechsel am Beispiel des Wohnens und das Wohneigentum analysiert. Dabei spielen Eigentumspolitiken, Alltags- und Verwaltungspraktiken in den verschiedenen Systemen ebenso eine Rolle wie langlebige Mentalitäten, Eigentumsideen und -notationsformen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Kerstin Brückweh ist Leiterin der Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und zurzeit Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien in Erfurt. Sie forscht zu Fragen des Besitzes und des Eigentums im Bereich des Wohnens. In Bielefeld wurde sie mit einer Arbeit zur deutschen Geschichte promoviert (Mordlust. Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert), wechselte dann für sechs Jahre ans Deutsche Historische Institut London, um sich mit der dort entstandenen Schrift „Menschen zählen. Wissensproduktion durch britische Volks¬zählungen und Umfragen vom 19. Jahrhundert bis ins digitale Zeitalter“ anschließend an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zu habilitieren.

Günter Starke

Günter Starke