NEUERSCHEINUNG
Die Spanische Grippe und die Habsburgermonarchie
Gesundheitspolitik, multiple Krisen und Staatszerfall
Filip Bláha, Matthäus Wehowski
(Berichte und Studien 88)
V&R unipress Göttingen, 2025
ISBN 978-3-8471-1903-6, 225 Seiten, Preis: 45,00 €
Als im Herbst 1918 die zweite Welle der Spanischen Grippe ausbrach, befand sich das Habsburgerreich bereits in einem politischen Todeskampf. Sein Militär stand vor dem Zusammenbruch, die Wirtschaft lag am Boden, die Versorgungslage war prekär und Millionen von Kriegsheimkehrern, Flüchtlingen und Kriegsgefangenen waren in Bewegung. Vor diesem Hinter-
grund hatte die Regierung des jungen Kaisers Karl I. im August 1918 eine politische Pioniertat vollbracht: Unter der Leitung des Prager Professors Iwan Horbatschewskyj richtete sie das erste europäische Ministerium für Volksgesundheit ein. Dieses stand nun – wie alle Institutionen des Imperi-
ums – unter enormem Druck, die vielen gleichzeitigen Krisen zu bewältigen.
Das Buch geht der Frage nach, wie das Ministerium, aber auch die Gesund-
heitsbehörden in den Zentren und an der Peripherie des Habsburgerreiches
mit der enormen Herausforderung der Pandemie umgingen.
