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Buchcover Walter Linse. 1903 – 1953 – 1996

Walter Linse. 1903 – 1953 – 1996

Benno Kirsch

(Lebenszeugnisse - Leidenswege 19)

Selbstverlag StSG, Dresden 2007

ISBN 978-3-934382-19-0, 115 Seiten, Preis: 8,50 €

Walter Linse, leitender Mitarbeiter beim „Untersuchungsausschuss freiheitlicher Juristen“, hatte es bereits zu einer gewissen Prominenz gebracht, als er am 8. Juli 1952 in West-Berlin auf offener Straße entführt wurde. Kriminelle, die von der DDR-Staatssicherheit gedungen worden waren, überwältigten ihn vor seinem Haus und brachten ihn nach Ost-Berlin. Die Öffentlichkeit war empört, doch aller Protest nutzte nichts: Linse ist seitdem nie wieder gesehen worden. Inzwischen weiß man, dass er 1953 nach einem Geheimprozess in Moskau hingerichtet wurde. Das Verbrechen war so spektakulär, dass darüber in Vergessenheit geriet, dass Linses Leben eine größere Zeitspanne umfasste als die letzten zwei Jahre, in denen er sich im Widerstand gegen das SED-Regime engagierte. Immerhin war Linse 1952 bereits knapp fünfzig Jahre alt und konnte auf ein aktives Leben während der Besatzungszeit, im nationalsozialistischen Deutschland und in der Weimarer Republik zurückblicken. Um die tiefere Dimension der Verschleppung zu verstehen, rekonstruiert der vorliegende Band Linses Werdegang von den Wurzeln in Chemnitz bis zu seiner postumen Rehabilitierung 1996.

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