Leitlinien zur Internationalisierung am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden e.V. (HAIT)
Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden e.V. (HAIT) ist ein Landesfinanziertes An-Institut der TU Dresden. Das HAIT beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung des Nationalsozialismus und des Kommunismus sowie den Voraussetzungen und Folgen beider Herrschaftssysteme. Die Forschungstätigkeit des Instituts wird nicht durch zeitliche Zäsuren begrenzt. Die Nachwirkungen der Diktaturen erfordern vielmehr eine differenzierte Betrachtung im Rahmen einer internationalen Transformationsforschung, die zu den Schwerpunkten des Instituts zählt. Dies betrifft auch aktuelle Herausforderungen und Gefährdungen der Demokratie durch autokratische Regime sowie durch extremistische, rassistische und antisemitische Einstellungen. Die Forschungen am HAIT werden interdisziplinär betrieben und verfolgen Ansätze der Zeitgeschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und den Kulturwissenschaften.
Internationalisierung ist nicht nur fester Bestandteil der Institutsagenda und der jährlichen Haushaltsplanungen, sondern auch ein wichtiger Bereich der Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Institut. Besonders seit der Evaluation 2019 durch den Wissenschaftsrat wurde die Internationalisierung des Institutes auf verschiedenen Ebenen verstärkt vorangebracht. Die Internationalisierung des Institutes zielt auf alle zentralen Handlungsfelder des HAIT. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Forschung, Wissenstransfer und akademische Lehre. Das HAIT zielt besonders auf den Ausbau seiner internationalen Sichtbarkeit. Darüber hinaus bemüht sich das HAIT verstärkt um die Ausrichtung seiner wissenschaftlichen Infrastrukturen (Bibliothek, Publikationsabteilung, Forschungsdatenmanagement) und seiner Verwaltung auf die Arbeit in internationalen Kontexten und in Kooperation mit internationalen Partnern.
Gilt die Internationalisierung der Forschung als wichtigstes Element der Internationalisierungsstrategie des HAIT, so ist es ein Hauptanliegen, die Forschung am HAIT international anschlussfähiger zu machen. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HAIT beteiligen sich regelmäßig an der Ausrichtung internationaler Tagungen und Workshops, konzipieren internationale Panels und halten Vorträge auf renommierten Jahrestagungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen im Ausland. Damit zielt das HAIT auf die verstärkte Präsentation seiner Forschung vor internationalem Fachpublikum. Auch werden internationale Workshops und Konferenzen am HAIT und in Dresden durchgeführt.
Zentral für die Sichtbarkeit seiner Forschungen ist auch die Internationalisierung seiner Publikationsaktivitäten. Hier bemüht sich das HAIT um die vermehrte Nutzung internationaler Publikationsorgane. Dazu gehört die Publikation wissenschaftlicher Monografien und Sammelbände in international renommierten Verlagen, die Platzierung wissenschaftlicher Aufsätze in international referierten Zeitschriften sowie die Konzipierung von Special Issues für renommierte, internationale Zeitschriften. Weiterhin beteiligen sich WissenschaftlerInnen des HAIT vermehrt an internationalen Begutachtungsverfahren für referierte Zeitschriften und internationale Verlage.
Damit Forschung transnational umgesetzt werden kann, bemüht sich das HAIT besonders um den Auf- und Ausbau seiner internationalen Kooperationen. MitarbeiterInnen des HAIT pflegen und initiieren wissenschaftliche Kontakte mit zahlreichen Forschungseinrichtungen, Universitäten, Stiftungen und Gedenkstätten im Ausland. Das HAIT beteiligt sich zudem regelmäßig an EU-finanzierten „European Cooperation in Science and Technology“ Actions (COST) und unterstützt internationale Forscherinnen und Forscher bei der Beantragung internationaler Forschungsprojekte im Rahmen der „Marie Skłodowska-Curie Actions“ (MSCA). Aufgrund seiner geographischen Lage zielt das HAIT besonders auf den Ausbau strategischer Forschungskooperationen und Partnerschaften im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck.
Konkrete Internationalisierungsmaßnahmen
Internationalisierung ist ein zentrales Anliegen und langfristiges strategisches Ziel des HAIT. Das HAIT verfolgt folgende Internationalisierungsmaßnahmen:
- Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des HAIT bemühen sich um die Entwicklung transnationaler Forschungsprojekte und internationaler Forschungskooperationen.
- Das HAIT organisiert und beteiligt sich – inhaltlich, organisatorisch und finanziell –an der Organisation und Ausrichtung internationaler Tagungen und verschiedener Formaten des internationalen Wissenstransfers.
- Das HAIT fördert den wissenschaftlichen Austausch mit internationalen Partnerinstitutionen und Universitäten durch die Entwicklung internationaler Netzwerke, Forschungskooperationen und Veranstaltungsformate.
- Das HAIT unterstützt seine WissenschaftlerInnen und Wissenschaftler bei inhaltlichen und administrativen Fragen zur gezielten Einwerbung internationaler Fördergelder und beteiligt sich an international geförderten Forschungsprojekten (COST, MSCA).
- Das HAIT unterstützt seine Mitarbeitenden bei der Anbahnung und Umsetzung von Auslandsaufenthalten, indem es über Fördermöglichkeiten informiert und bei der Antragstellung unterstützt und berät.
- Das HAIT engagiert sich für die Förderung des internationalen Nachwuchses und die Gewinnung internationaler NachwuchswissenschaftlerInnen, indem es diese gezielt zu Workshops, Konferenzen und anderen wissenschaftlichen Veranstaltungen einlädt. Das jährlich stattfindende Doktorand:innenforum am HAIT dient speziell der internationalen Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
- Das HAIT heißt internationale GastwissenschaftlerInnen für kürzere und längere Forschungsaufenthalte am Institut willkommen. Es stellt Arbeitsplätze zur Verfügung und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung.
- Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des HAIT zielen auf die Platzierung ihrer Forschungsergebnisse in renommierten internationalen Fachzeitschriften.
- Das HAIT fördert englisch- und fremdsprachige Publikationen sowohl im Rahmen seiner eigenen Publikationsformate als auch darüber hinaus.
- Das HAIT ermutigt seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowohl für internationale Forschungsanträge und Qualifikationsarbeiten als auch im Rahmen wissenschaftlicher Peer-Review-Verfahren Gutachten zu erstellen und die eigene Expertise auszubauen.
Datum 27.06.2025
Ansprechpartnerin
Für Fragen zur Internationalisierungsstrategie des HAIT
PD Dr. Friederike Kind-Kovács
Internationalisierungsbeauftragte
friederike.kind-kovacs@tu-dresden.de
