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"Nach dem Jubel"-Filmreihe des HAIT

"Nach dem Jubel"
Filmische Spurensuche in den frühen 1990er Jahren

Eine Filmreihe des Hannah-Arendt-Insituts für Totalitarismusforschung in Kooperation mit der Cinématèque Leipzig und dem Programmkino Ost in Dresden.

Die Reihe wird gefördert durch die „Stiftung Aufarbeitung“ im Rahmen des Förderprogramms „30 Jahre Deutsche Einheit“.


Zeitraum: 21.9.-12.10. (Dresden)
9.10., 12.10., 13.10. (Leipzig)

Zum Inhalt: Die Filme der Reihe ermöglichen mit unterschiedlichen filmischen Mitteln Einlicke in die damaligen Lebenswelten. Sie werfen zugleich wichtige Fragen auf, die bis in die Gegenwart reichen: Welche Rolle spielte die filmische Inszenierung des Ostens im gesamtdeutschen Diskurs? Wurden damals bereits Stereotype geprägt, die bis heute nachwirken? Im Gespräch mit dem Publikum und den Filmemachern sollen diese und andere Fragen im Anschluss an die Filme diskutiert werden.
Aus Anlass des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit veranstaltet das Hannah-Arendt-Institut die Filmreihe „Nach dem Jubel". Das Programm rückt die gesellschaftlichen Umbrüche in den frühen 1990er Jahren in den Mittelpunkt. Zwischen Aufbruchstimmung, Resignation und permanenten Veränderungen erscheint diese Phase als eine Zeit voller Widersprüche. Hoffnungen und Enttäuschen gingen Hand in Hand. Die Folgen der Wiedervereinigung, die aktuell wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, wurden von Regisseurinnen und Regisseuren schon damals kritisch reflektiert. Skeptische und verhaltene Blicke standen im Vordergrund. Nach dem Jubel, so scheint es, überwog vor allem im Osten die Ernüchterung. Aber auch in Komödien und Genrefilme spiegeln sich die gesellschaftlichen Veränderungen wider. Verschiedene Dokumentarfilme bieten einen ungefilterten Blick auf Probleme wie Massenarbeitslosigkeit und Rechtsradikalismus.


Filmprogramm in Dresden


Stilles Land
Deutschland 1992,
Regie: Andreas Dresen


Neben der Zeit
Deutschland 1995, 107 Minuten
Regie: Andreas Kleinert


Stau – jetzt geht’s los
Deutschland 1992, 85 Minuten
Regie: Thomas Heise


Im schönsten Wiesengrunde
Deutschland 1991, 45 Minuten
Regie: Peter Badel, Dieter Chill


Neues in Wittstock
Deutschland 1992, 100 Minuten
Regie: Volker Koepp


Filmprogramm in Leipzig


Das Deutsche Kettensägenmassaker
Deutschland 1991, 63 Minuten
Regie: Christoph Schlingensief


Herzsprung
Deutschland 1992, 87 Minuten
Regie: Helke Misselwitz


Nie wieder schlafen
Deutschland 1992, 92 Minuten
Regie: Pia Frankenberg


Ostkreuz
Deutschland 1992, 83 Minuten
Regie: Michael Klier


Wir können auch anders...
Deutschland 1993, 87 Minuten
Regie: Detlev Buck


Ansprechpartner:


Dr. Andreas Kötzing (Verantwortlich für die Filmauswahl)
Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden
Helmholtzstraße 6
01069 Dresden
andreas.koetzing@mailbox.tu-dresden.de


Katharina Franck
Cinémathèque Leipzig e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 48
04275 Leipzig
katharina@cinematheque-leipzig.de


Sven Weser
Programmkino Ost
Schandauerstraße 73
01277 Dresden
info@programmkino-ost.de

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen hier.

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