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„Frauen – Forschung – Feminismus“

In der HAIT-Kolloquiumsreihe „Frauen – Forschung – Feminismus“ des Sommersemesters 2020 wird sich metathematisch mit Aspekten der Genderforschung auseinandergesetzt. Ziel ist es, nicht nur auf eine reine Frauenforschung zu blicken, in der vor allem die Diskriminierung von Frauen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und zu verschiedenen Zeiten eine vordergründige Rolle spielt. Vielmehr sollen in und mit dieser Reihe zugleich politische und gesellschaftliche Hierarchien und Machtverhältnisse betrachtet und nach Normierungen von sich tangierenden Kategorien wie „gender“, „race“ oder „class“ gefragt werden.

Die Idee hierzu resultiert nicht zuletzt aus dem Fakt, dass die Genderforschung sowohl einen konzeptionellen Querschnittsbereich zu allen Forschungsfeldern des HAIT darstellt als auch zukünftig in verschiedenen Projekten von Relevanz sein wird.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie ist es leider nicht möglich, dass Kolloquium wie angedacht in einem Vortrags- und Diskussionsformat durchzuführen. Um dieses aber nicht in Gänze ausfallen lassen zu müssen und zugleich neue Formen über den jüngst ins Leben gerufenen HAIT-Blog „Denken ohne Geländer“  erproben zu können, wurde das Kolloquium kurzerhand in ein digitales Format umgewandelt. Entsprechend haben die Referentinnen dieser Veranstaltungsreihe ihre spezifischen Themen in komprimierter Form für den Blog aufbereitet.

Zu Wort kommen dabei verschiedene Wissenschaftlerinnen, die sich der Genderforschung aus differenten Blickwinkeln nähern und die Frauen in ihren Texten als Akteurinnen herausstellen. So blickt PD Dr. Jeannette van Laak, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg forscht, auf die Künstlerin Lea Grundig und verfolgt ihren Weg als Migrantin im 20. Jahrhundert. Dr. des. Jessica Bock rückt hingegen in ihrem Beitrag die ostdeutsche Frauenbewegung von 1980 bis zum Jahr 2000 am Beispiel Leipzigs in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ein Thema, dem sie sich intensiv in ihrer Dissertation gewidmet hat.
Dr. Shogufa Malekyar, die als Dozentin für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Heidelberg tätig ist, setzt sich in ihrem Text mit in Deutschland lebenden afghanischen Frauen auseinander und rückt insbesondere den Aspekt der Integration dieser Frauen in den Fokus. Nach der Amerikarezeption in der deutschen Frauenbewegung im 19. Jahrhundert fragt im Anschluss Dr. Magdalena Gehring, die hierzu 2018 an der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden promovierte. Die Reihe abschließen wird Prof. Dr. Susan Arndt, die als Professorin für englische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Bayreuth tätig ist und sich insbesondere mit Themen zu Rassismus und Sexismus auseinandersetzt. Entsprechend blickt sie in ihrem Blogbeitrag auf Sexismus in unserer heutigen Gesellschaft und hinterfragt in diesem Zusammenhang grundsätzliche gesellschaftliche Machstrukturen.

Geplant ist, die einzelnen Beiträge in einem 14-tägigen Rhythmus auf dem HAIT-Blog „Denken ohne Geländer“ zu veröffentlichen. Der erste Beitrag von PD Dr. Jeannette van Laak erscheint am 21. Mai 2020.

visuelle Ankündigung

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