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Nachruf auf Prof. Dr. Karlheinz Blaschke

Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden trauert um Prof. Dr. Karlheinz Blaschke, der am 25. Dezember 2020 im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Als Nestor der sächsischen Landesgeschichte gehörte Blaschke zu den bedeutendsten und wirkungsreichsten Landeshistorikern in Deutschland. In der DDR promoviert und habilitiert, arbeitete er zuerst im sächsischen Archivdienst, anschließend dann als Historiker für die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Bis zur friedlichen Revolution blieb ihm aufgrund der politischen Unangepasstheit die Berufung auf einen universitären Lehrstuhl verwehrt. 1992 wurde er dann auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden berufen, den er bis zu seiner Emeritierung 1998 inne hatte. Seit 1994 war er auch als Mitglied des neu gegründeten Wissenschaftlichen Beirats am Aufbau und an der wissenschaftlichen Arbeit des Hannah-Arendt-Instituts maßgeblich beteiligt. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte Sachsens nach 1945 geht wesentlich mit auf seine Impulse zurück. Das Institut wird Prof. Dr. Karlheinz Blaschke ein ehrendes Andenken bewahren.

Zum Nachruf des Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V.

© Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. (ISGV)