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Zwischen Grundlagenforschung und Anwendungszusammenhängen. Geschichte psychologischer Forschung an der Technischen Hochschule / Universität Dresden (1920 – 1970)

Forschungsfeld:Diktaturforschung
Schwerpunkt:Sachsen im Nationalsozialismus
Zeitraum:08.2022 - 12.2024
Koordination:  Dr. Christine Ludl
Bearbeitung:   Dr. Christine Ludl

PROJEKTBESCHREIBUNG


Das Projekt untersucht die Geschichte der Produktion, Zirkulation und Anwendung psychologischen Wissens an der Technischen Hochschule / Universität Dresden. Es ist Teil des Projekts zur Geschichte der TH Dresden im Nationalsozialismus und legt den Schwerpunkt der Analyse auf die Zeit von 1933 – 1945, berücksichtigt jedoch auch Entwicklungen seit den frühen 1920er Jahren und nach 1945. Das Projekt konzentriert sich auf die Artikulation von Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung und fragt, wie sich innerhalb komplexer Wechselbeziehungen zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Produktion von psychologischem Wissen und seine Anwendung in Bildung, Militär und Industrie gegenseitig bedingten und ermöglichten. Es fragt, wie sich psychologische Wissensbestände und Forschungspraktiken an der TH/TU Dresden etablieren konnten oder marginal blieben, wie sie sich über die Zirkulation zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen veränderten, und welche (Dis-)Kontinuitäten und Transformationen sich über politische und gesellschaftliche Wechsel hinweg feststellen lassen. Ausgangspunkt der Untersuchung sind die Arbeiten und Karrierewege von Dresdener Psycholog:innen und ihre Einbindung in wissenschaftliche, politische, gesellschaftliche und ökonomische Kontexte, Netzwerke und Institutionen. Ziel des Projektes ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen Wissenschaft und Politik und der Produktion und Anwendung von Wissen näher auszuleuchten, und einen Beitrag zu einer Wissensgeschichte der Psychologie an der TH/TU Dresden und zur Rolle von Technischen Hochschulen im Nationalsozialismus zu leisten. Zentrale Quellen sind Nachlässe, Personal- und Forschungsakten, Publikationen und Vorträge von Dresdener Psycholog:innen, Korrespondenzen, Bestände von Universitäts-, Staats- und Stadtarchiven und des Bundesarchivs sowie von Stiftungs- und Firmenarchiven.