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Die Dresdner Stadtverwaltung im Nationalsozialismus. Kommunale Wohlfahrtspolitik zwischen 1933 und 1945

Forschungsfeld:Nationalsozialismus
Koordination: Benjamin Werner
Bearbeitung: Benjamin Werner

PROJEKTBESCHREIBUNG

Auf Basis umfangreicher archivalischer Überlieferungen, staatlicher und insbesondere kommunaler Provenienz, soll die Amtstätigkeit des Dresdner Wohlfahrtsreferates in der Zeit zwischen 1933 und 1945 analysiert werden. Ziel dieser Studie ist es, die bisher sträflich vernachlässigte Rolle der Stadtverwaltung in Dresden während der NS-Diktatur im Kontext des aktuellen Forschungsstandes zu eruieren. Inwieweit die städtische Verwaltung an der verbrecherischen Praxis des NS-Regimes partizipierte, haben bereits zahlreiche Kommunen untersuchen lassen. Für die einstige „Gauhauptstadt“ Sachsens fehlt eine derartige wissenschaftliche Untersuchung. Der Forschungsgegenstand eröffnet indes nicht nur Einblicke in die Praxis der örtlichen Verwaltung, sondern erlaubt darüber hinaus, empirisch entwickelte Thesen zum Forschungsfeld der NS-Sozialpolitik zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren. In der wissenschaftlichen Verklammerung von stadtgeschichtlicher Aufarbeitung und der Einbeziehung übergeordneter Leitfragen zum Nationalsozialismus liegt der innovative Charakter dieser Studie.